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  • Zwangsurlaub

    Zur letzten Woche werde ich morgen etwas schreiben, momentan steht mein Arbeitsgerät nämlich in der Werkstatt. Naja, ein paar Tage Zwangsurlaub tun mir bestimmt auch mal gut :)

  • ... und ne Buddel Rum ...

    Strecke: Hamburg - Vayres - Blagnac - Stuttgart - Baunatal - Emden - Vriezenveen - Hamburg
    Distanz: 4182 km

    So oft wie letzten Montag habe ich eine Auftrags-SMS wohl selten durchgelesen ... "Laden in Hamburg für Bordeaux: Zwei Kanister Jamaica-Rum" ...
    Da es sich wohl um eine sehr eilige - und, für uns interessanter, auch sehr gut bezahlte - Sonderfahrt handelte, durfte ich mal in die Vollen gehen und die komplette Strecke über Mautstrecken fahren. Sehr schön, gerne öfter wieder. Ich habe selten ein so dichtes, qualitativ hochwertiges Netz an Rastplätzen und -stätten gesehen wie auf den bezahlten französischen Strecken. Da traut man sich sogar mal auf die Toilette ;)
    In Bordeaux bzw. Vayres ging die Sendung an ein großes Eiscremewerk und ich erst mal schlafen. Am nächsten Tag gab es dann prompt und passend eine Rücksendung gleich nebenan in Blagnac bei Toulouse - wieder eilig, wieder mit Mauten B) bis zurück nach Stuttgart an den Flughafen. Nach der üblichen Sucherei - Flughafensendungen gehen meistens an irgendwelche Flugzeugwerkstätten, die direkt im Flughafeninnenbereich sitzen und nicht einfach so anzufahren sind - und einer weiteren ausgiebigen Pause ging es gleich wieder beladen weiter von Stuttgart nach Baunatal und von dort mit einer neuen Sendung nach Emden.
    In Emden fiel mir dann wieder ein, dass mein Chef mir Anfang der Woche erzählt hatte, dass unsere Ladestelle in Holland von letztem Monat angerufen hätte, sie hätten wieder eine nicht so eilige Sendung nach Deutschland, die wir gegegebenenfalls mitnehmen könnten. Daraus waren inzwischen sogar zwei Sendungen geworden. Leider bin ich die am Freitag nicht mehr losgeworden, insofern weiss ich schon jetzt, wie es morgen weitergeht ;)

  • Licht und Schatten

    1. Tour: Hamburg - Katowice - Pokoj - Elmshorn
    2. Tour: Hamburg - Norderstedt - Hochdorf - Biberach - Immenstaad - München - Eurasburg - Blender - Lübeck
    Gesamtdistanz: ca. 4500 km

    Diese Woche bin ich gleich zwei recht umfangreiche Rundläufe gefahren. Am Montag ging es los mit einer Lufthansa-Sendung von Hamburg nach Katowice in Polen. So stand es jedenfalls in den Papieren. Dass der Flughafen Katovice nicht in Katovice, sondern in Pyrzowice liegt, stand da zwar nicht, wäre aber von der Sache her dank Ausschilderung noch nachvollziehbar gewesen. Dass es aber im Stadtgebiet von Katowice die angegebene Strasse mit gleichem Namen ebenfalls gab, hat mir dann doch einen Umweg von knapp einer Stunde eingebrockt ...
    Am nächsten Morgen bekam ich dann den Auftrag, ganz in der Nähe eine Rückfracht direkt zurück in den Hamburger Raum zu laden. Das klang natürlich grossartig - als mein Chef das bereits unterschriebene und zurückgeschickte Fax noch einmal durchging, wurde uns allerdings etwas wärmer. Er hatte zwar am Telefon erfragt, ob die Ware in einen 4-Paletten-Bus passt, aber die gibt es natürlich in verschiedenen Höhen - und wir hatten uns laut Papieren gerade verpflichtet, mit einem 1,72m Laderaum eine 1,85m Ladung zu fahren 8|

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  • Zwei Wochen on tour

    Strecke: Schwarzenbek - Aerzen - Krefeld - Antwerpen - Lingen - Burscheid - Benifaio - Salar - Cartagena - Nürnberg - Plettenberg - Löningen - Vriezenveen - Schwarzenbek
    Distanz: 7092 km

    Tja, eigentlich sollte es ja nach der langen Zeit ruhig in den alten Job losgehen ...
    Völlig plangemäss lief die vorab geplante Tour von Hamburg nach Antwerpen - wenn man mal davon absieht, dass es schon weh tut, an einem Montagmorgen von einer ausgewiesenen Import-Export-Sachbearbeiterin zu hören "Antwerpen? Das liegt doch in Holland, oder?" ... Nö. Knapp daneben.
    Dort angekommen war dann eine Pause über Nacht vorgesehen und am nächsten Tag eine Rückfracht nach Lingen.
    Dann allerdings wich die Sache ein wenig von der Planung ab ... "Fahr mal nach Burscheid und lade eine Palette für Valencia." ... äh ... Valencia?

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  • Ich bin wieder hier ...

    ... in meinem Revier ... B)

    Naja, nach einem kurzen Ausflug in die moderne Skla .... äh, Zeitarbeit und danach knapp 9 Monaten Arbeitssuche sitze ich wieder im Sattel. Morgen gehts los mit bzw. nach Antwerpen :)

  • Tullverket

    So heisst in Schweden der Zoll. Und mit dem hab ich am Mittwoch so meinen Spass gehabt.
    Aus mir unbekannten Gründen hatte mein letzter Versender in Dänemark keine Papiere für seine Ware. Das ist im nationalen Verkehr kein grösseres Problem, wir haben Blanko-Vordrucke von unserem Hauptauftraggeber, die wir dann ggf. schnell ausfüllen können.
    Im grenzübergreifenden Verkehr hingegen sind handgeschriebene Lieferscheine allgemein ein Grund, um genauer hinzusehen.
    So musste ich zum ersten Mal überhaupt aus der normalen Kontrollschlange ausscheren, eine Palette wurde geöffnet und die Ware inspiziert. Anschliessend "durfte" ich in die Halle/Garage des Zolls einfahren, die Paletten wurden aus dem Wagen geholt und in meiner Abwesenheit (damit sie nicht irritiert werden) wurde Ladung sowie Fahrzeug mit Hunden untersucht.
    Der ganze Spass kostete etwa 1 Stunde - führte aber immerhin zu der Erkenntnis, dass auch der schwedische Zoll mehr kann als nur freundlich zu lächeln.

  • kurz resümiert

    Ja, hier wird noch etwas passieren. Sorry, ich würde gern öfter und viel mehr schreiben, aber seitdem ich - wie erwähnt - jetzt als Angestellter meines vorherigen Kollegen unterwegs bin, gehts richtig rund. Mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt (auch wenn ich noch nicht weiss, ob ich zu jeder Tour etwas schreiben kann): Seit ich für ihn fahre - also in den letzten eineinhalb Monaten - war ich
    - in der Ukraine (Bericht folgt! versprochen!)
    - in England (Da gibts auch was zu berichten)
    - in Österreich (eher unspektakulär - auch wenn ich kurzzeitig nicht wusste, ob ich weiterfahren kann. Zum Glück akzeptiert die Tunnelmaut-Gesellschaft Asfinag dort auch Uta-Tankkarten ... )
    - mehrmals in Belgien
    - in Dänemark (mit einer großen Extrarunde, weil die Fähre von Tårs nach Spodsbjerg, die ich eigentlich nehmen wollte, seit zwei Wochen nicht mehr von Scandlines betrieben wurde - demnach auch nicht mit unserem Kundenkonto zu buchen war - und leider keine Uta-Karte akzeptierte ... an der Storebelt-Brücke wiederum wars dann kein Problem ... )
    - mehrmals in Schweden
    - und einige Male quer durch Deutschland unterwegs.

  • Geistesgegenwärtig

    /edit: Nanu? Überschrift ist da, Beitrag fehlt ... hmmmm ... ok, hier kommt er.
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    Ich bin grad auf dem weg zum Flughafen Berlin-Schönefeld. Am Rasthof Linumer Bruch wollte ich mir nur kurz eine Cola aus dem Drive-in holen. Vor mir war ein norwegischer Pick-up mit Anhänger abgefahren. Plötzlich und abrupt blieb er stehen. Während ich mich noch von dem Schrecken erholte, leuchteten auf einmal die rückfahrleuchten auf und der Kerl fuhr - nicht gerade langsam - rückwärts! Wie ich es geschafft habe, in Sekundenbruchteilen den Rückwärtsgang reinzuhämmern und ebenfalls aufs Gas zu treten, weiss ich selbst nicht so genau. So schossen wir in bester Stuntshow-Manier synchron ca. 30 Meter rückwärts, ich auf die Hupe einprügelnd, bis der Kamikazepilot endlich begriffen hatte dass das Geräusch hinter ihm war. Dass meine Gestik hinterher nicht druckreif war, brauche ich wohl kaum zu erwähnen, oder? ;-)

  • good & bad

    So, ich komm auch mal wieder dazu, was zu schreiben.
    Zuerst die schlechte Nachricht: Ich bin gerade dabei, mein Unternehmen zu schliessen. Kurz gesagt: Ich hab es einfach nicht geschafft, Altschulden + Fixkosten + Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

    Und jetzt die gute: Hier geht es weiter!! Ein Kollege hat mich (fürs erste mitsamt Auto) als Fahrer eingestellt, und er hat eine wesentlich solidere Auftragsbasis als ich sie zuletzt hatte - gerade gestern bin ich aus der Ukraine wiedergekommen (aber das ist eine andere, lange Geschichte, und ich werde ihr in den nächsten Tagen einen eigenen Eintrag widmen.)

  • Der Teufel ist ein Eichhörnchen ...

    Ebenfalls letzte Woche. Ich sollte laden in einem Werk für Autoteile in der Nähe von Hannover.
    Dort ankommend, begrüßte mich die Versandmitarbeiterin mit den Worten "Die Ware ist fertig ... aber ... naja ... *rumdrucks* in allen unseren Filialen in ganz Europa sind die Drucker ausgefallen, ich kann keine Papiere drucken ... "

    Nach einer halben Stunde haben wir dann aus unserem Transportauftrag sowie der Anforderung des Empfängers provisorische Papiere gebastelt - niemand konnte eine Aussage treffen, wann die Drucker wieder funktionieren.

    Ich würde ehrlich gesagt nie auf die Idee kommen, ein Netz aufzubauen, das sich im Notfall nicht lokal überbrücken lässt - eventuelle Zugriffe auf filialübergreifende Datenbanken könnte man später immer noch nachpflegen, aber wenigstens könnte weitergearbeitet werden ...

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